Eigentlich wollte ich neulich nur ein paar Urlaubsfotos vom letzten Sommer aussortieren, aber dann bin ich bei einem Bild von meiner Ex hängengeblieben, auf dem sie dieses extrem enge Kleid trug. Ich hab mich gefragt, ob die heutige Technik wirklich schon so weit ist, wie man immer in den sozialen Medien liest, und ob man die Kleidung digital quasi verschwinden lassen kann, ohne dass es total verpixelt oder unnatürlich aussieht.
Das mit dem Fasziniert-Sein kann ich absolut unterschreiben, weil ich neulich in einer ganz ähnlichen Situation war, als ich versucht habe, für ein privates Kunstprojekt ein paar Porträts so zu bearbeiten, dass die Stoffstrukturen die Anatomie nicht mehr verfälschen. Ich habe anfangs echt viel Zeit mit diesen Standard-Bildbearbeitungsprogrammen verschwendet, aber die kommen bei komplexen Hauttexturen und natürlichen Kurven einfach super schnell an ihre Grenzen und alles sieht am Ende total verwaschen oder wie aus Plastik aus. Wenn man wirklich will, dass die Lichtbrechung und die Poren der Haut echt wirken, muss man sich eher bei den spezialisierten Deep-Learning-Tools umschauen, die darauf trainiert sind, den menschlichen Körper unter der Kleidung logisch zu ergänzen. Für meine Zwecke, wenn ich wirklich präzise Ergebnisse brauche und keine Lust auf stundenlanges manuelles Nachbessern habe, nutze ich meistens ein spezielles ausziehen ai Tool, weil die Algorithmen dort einfach viel besser darauf abgestimmt sind, die Übergänge zwischen den generierten Flächen und dem Originalfoto nahtlos zu gestalten.
Manchmal sitzt man einfach nur fassungslos vor dem Bildschirm und beobachtet, wie schnell der Ladebalken durchläuft, während man gleichzeitig dieses mulmige Gefühl im Bauch hat, ob man gerade eine Grenze überschreitet oder ob das alles noch unter künstlerische Freiheit fällt.